Was andere über mich denken, darf mich nicht mehr lenken!

Wer sich andauernd Gedanken darüber macht, was andere über einen denken, hofft, sich durch die Erfüllung von fremden Erwartungen, jeglichen Schmerz zu ersparen.

woman wearing black camisole

„Solange ich mich so verhalte, wie es von mir verlangt wird, entkomme ich dem schmerzlichen Gefühl der Ablehnung.“


Ein Trugschluss, denn sein eigenes Leben nicht zu leben, es abzulehnen, schmerzt deiner Seele am meisten. Der Schmerz, den du erfährst, wenn du aufhörst zu funktionieren, ist verglichen mit dem Schmerz, den du deiner Seele andauernd antust, ein Klacks. Es ist nämlich der ganz normale Schmerz, der zum Leben dazu gehört.

Nicht mehr  und  nicht  weniger. Auf  und Abs, leidvolle Phasen, tiefe Trauer, erschütternde Misserfolge, unschöne Erfahrungen, all das gehört zum Leben dazu und das solltest du rasch akzeptieren. Sich davor zu verstecken, bedeutet sich vor dem echten Leben zu verstecken. Jemand, der sich vor dem Leben an sich drückt, wird sich bis ans Ende seiner Tage Gedanken über das, was andere über ihn denken, machen. Jemand, der hingegen bereit ist, das Leben mit all seinen Ecken und Kanten anzunehmen, ist frei und nicht mehr in der Lage, sich zu viele quälende Gedanken zu machen.

woman surrounded by sunflowers

Im Ernst, wer verstanden hat, dass das Leben das grandioseste Geschenk überhaupt ist und es mit all seinen Sinnen auskosten möchte, ist nicht mehr fähig, beklemmende Gedanken zu erschaffen.

Dies ist dann nicht mehr nötig und es gibt keinen Grund mehr, sich selbst zu schaden. Dafür bleibt schlichtweg keine Zeit, denn man ist damit beschäftigt, die Fülle des Lebens bewusst zu erfahren.


Die Angst vor dem, was andere über einen denken, schwindet, sobald man sich dem Leben mit all seinen Facetten zuwendet. Davor hinkt man halt dahin und nimmt die volle Schönheit des Lebens aufgrund der eigenen Begrenztheit nicht wahr. Klingt hart, ich weiß. Du musst aber deine Lebenszeit in Betracht ziehen, wenn dir das zu harsch scheint. Deine Lebensuhr tickt und tickt und tickt und tickt …….

Jemand, der sich zu viele Gedanken über das, was andere vielleicht über ihn denken könnten, macht, hat nicht verstanden, welches Geschenk er jede einzelne Sekunde ablehnt. Dein Leben fragt dich jede Sekunde, ob du es jetzt leben möchtest und du antwortest: „Nein danke, interessiert mich nicht. Ich muss jetzt mal darüber nachdenken, was andere vielleicht über mich denken könnten.“ Du lehnst das Geschenk ab und das machst du im Glauben, dir dadurch Schmerz fernzuhalten. Dabei lebst du in Wirklichkeit gar nicht schmerzfrei, wenn du gut darin bist, Anforderungen zu erfüllen.

woman with flying hair in summer park

Du betäubst den Schmerz auch nicht, indem du perfekt in eine der vielen vorgefertigten Schubladen passt.  Nein, du erzeugst ihn genau dadurch.

Wie erwähnt gehört Schmerz zum Leben dazu. Er kommt sowieso mit der einen oder anderen Lebenserfahrung auf dich zu, aber du legst noch einen drauf und erschaffst zusätzlichen Schmerz.


Im Versuch Schmerz zu umgehen, erschaffst du nur noch mehr davon. Sich vom Leben abzuwenden, ist immer kontraproduktiv. Versuche nicht wegzulaufen, denn du kommst nicht drumherum. Du kannst sprinten, aber die Wahrheit nicht überholen. Sie ist hinter, vor, neben, über, unter und in dir. Die Wahrheit ist, dass Schmerz zum irdischen Leben dazu gehört und du dem Leben vertrauen kannst. Die panische Angst vor dem Schmerz abzulegen, bedeutet auch im Kopf frei zu sein. Kaum etwas gleicht dem Freiheitsgefühl, das wir durch das Vertrauen ins Leben gewinnen. Tiefes Vertrauen ist der Schlüssel, der die Tür zum friedvollen Leben öffnet. Wer bereits einen realen Einblick in die allgegenwärtige Liebe erhaschen konnte, hat verstanden, dass er dem Leben vertrauen kann und wer dem Leben vertraut, macht sich keine lebensfeindlichen Gedanken.

Genau dazu möchte ich dich ermutigen. Hab Vertrauen ins Leben! Es tut dir nichts, es sei denn, du wehrst dich vehement dagegen. Genau das machst du, wenn du dir zu viele Gedanken über das machst, was andere vielleicht, eventuell, unter Umständen, möglicherweise über dich denken könnten. Lerne, dass es ok ist, abgelehnt zu werden. Wie du bereits weißt, wirst nicht du als Mensch abgelehnt. Lediglich das von dir erzeugte Bild wird abgelehnt, wenn es nicht mit der Vorstellung oder der aktuellen Lebensphase deines Gegenübers einhergeht. Komplett wird der Schmerz vielleicht nie verschwinden, aber wenn du Ablehnung gewissermaßen akzeptierst und darauf vertraust, dass Schmerz zum irdischen Leben dazu gehört, fühlst du dich deutlich leichter. Das Leben ist Liebe und du kannst dich in jedem Moment für sie entscheiden. Nur, wenn du dich mit giftigen Gedanken, verschränkten Armen und zusammen gepressten Lippen gegen das Leben wehrst, schmerzt es mehr als nötig.

Mach dich frei. Du darfst, kannst und solltest das, meine Erachtens. Mach dich frei – jetzt!


Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „Was andere über mich denken, darf mich nicht mehr lenken!“ von Michael Repkowsky. Du findest es hier (klick) Du kannst auch einfach auf das Bild klicken, wenn du magst. (Dieses Buch ist eines der ersten Bücher vom Autor und daher noch in der Sie-Form verfasst)

1 Kommentar

  1. Schön geschrieben. Danke für die Worte. Dem Leben vertrauen und die Angst ablegen vor dem, was andere in ihren Köpfen reden oder eben auch nicht. Ich bin dran! Die Worte sind ein Ansporn.

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